Zusammenfassung der Ergebnisse der letzten fünf WOPOL-Treffen

 

Die WOPOL-Treffen finden momentan zweimal jährlich statt. Von 2013 bis 2015 waren die von uns besuchten Forschungseinrichtungen:

  • Sektion für Physiologie der Medizinischen Universität Innsbruck
  • Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
  • Technische Universität und Deutsches Herzzentrum München
  • Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Johannes Gutenberg Universität Mainz
  • PharmaCampus Münster

Bei jedem Treffen wurden die Institute besichtigt und die Forschungsschwerpunkte der jeweiligen Wissenschaftlerinnen und benachbarter Gruppen in Form von Vorträgen vorgestellt. Dies soll dazu anregen, gemeinsame Projekte zu planen und einen Methodenpool bereit zu stellen.

 

Weitere wesentliche Punkte, die diskutiert und in Angriff genommen wurden, waren die folgenden

 

Sichtbarmachung der Wissenschaftlerinnen in den eigenen Institutionen

Dazu wurden folgende Anregungen gegeben:

  • Wissenschaftlerinnen sollen sich an der eigenen Institution in Gremien zur Frauenförderung engagieren [z.B. als Gleichstellungsbeauftragte]
  • Frauen in entsprechenden Positionen sollen Mitglieder in Berufungskommissionen werden
  • Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, sollen möglichst frühzeitig als wissenschaftliche Mitarbeiterin Kommissionsmitglied in Berufungskommissionen werden
  • Bei Ausschreibungen für Professuren sollen geeignete Frauen aktiv akquiriert werden (z.B. durch Head-Hunter, über entsprechende Datenbanken)
  • Erstellung von WOPOL-Info-Flyern, die bei Neueinstellungen von Wissenschaftlerinnen über z.B. das Dekanat an Wissenschaftlerinnen verteilt werden

Als positive Auswirkung der WOPOL-Aktivitäten wurde eine Repräsentantin in Baden-Württemberg zu folgenden Veranstaltungen eingeladen

  1. „Women after work“ am 30. April 2013 in Tübingen durch Annette Wiedman-Mauz. Thomas Sattelberger, ehemaliger Top-Manager der Telekom berichtete über Rekrutierung von Führungskräften.
  2. „Soziale Marktwirtschaft neu denken“ am 28. Juni 2013 in Bad Boll von BW Finanzminister Nils Schmid.

Sichtbarmachung der Wissenschaftlerinnen in den jeweiligen Fachgesellschaften

Es wurde angeregt, dass sich die WOPOL-Frauen aktiv bei Kongressen in die Organisation von Symposien und wissenschaftlichen Sitzungen einbringen. Als erste Maßnahme wurde eine Übersicht erstellt, aus der klar ersichtlich ist, dass Frauen als Leiterinnen wissenschaftlicher Sitzungen völlig unterrepräsentiert sind, ebenso wie im Vorstand der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft). Gleichzeitig wurden die Namen hochkarätiger Wissenschaftlerinnen im Bereich der Diabetologie genannt, die für solche Aufgaben in Frage kommen. Zwei WOPOL-Frauen haben daraufhin wissenschaftliche Symposien innerhalb von Fachtagungen organisiert Weitere Aktivitäten sollen z.B. bei der DGPT (Deutsche Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie) und DPG (Deutsche Physiologische Gesellschaft) angestrebt werden. Es wurde auch angeregt, dass sich vermehrt WOPOL-Frauen als EU-Gutachterin zur Verfügung stellen.

 

Vereinsgründung

WOPOL wurde als gemeinnütziger Verein gegründet und anerkannt.

 

Informationen und Austausch über Bewerbungsgespräche, Berufungskommissionen und Berufungsverhandlungen

Bei zwei Treffen wurde ausführlich über Zusammenstellen von Bewerbungsunterlagen für Professuren, Bewerbungsgespräche, Berufungskommissionen und Berufungsverhandlungen berichtet und wichtige Tipps dazu gegeben (Zusammenfassung auf der Homepage).

 

Mentoring-Aktivitäten in WOPOL

Bei mehreren Treffen wurden Referate zum Thema gehalten und Informationen ausgetauscht, wie Mentoring an den einzelnen Forschungseinrichtungen durchgeführt wird.

 

Weitere Vortragsthemen der WOPOL-Treffen

  • Chancengleichheit
  • Gendererfahrung in Projekten und Gremien und Sonderforschungsbereichen
  • Strukturen, Ursachen und Chancen der Genderunterschiede an Universitäten
  • Erfahrungen als Gleichstellungsbeauftragte

 

Weitere Vorschläge für zukünftige Aktivitäten wurden erarbeitet

  • Vertreter von DFG, BMBF und / oder Hochschulverband zum WOPOL-Treffen einladen
  • Verbesserte Information für interessierte Frauen durch Überarbeitung der Homepage, hierzu Erweiterung der Homepage durch z.B. Bericht über Treffen, Erfolge von WOPOL-Frauen, Stellenmarkt
  • Fundraising
  • Mitgliederwerbung
  • Vernetzung mit anderen Frauennetzwerken